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Vogelschutzhecken und Vogelschutzgehölze

Vogelschutzhecken und Vogelschutzgehölze
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Funktionen einer Vogelschutzhecke

Grundsätzlich ist man sich schon bei der Planung bewusst, dass eine Vogelschutzhecke eine hohe ökologische Bedeutung für vielerlei Vogelarten, Singvögel und den Vogelschutz hat. Am besten ist es, wenn sie in das umgebende Ökosystem eingebunden ist, und mehrheitlich aus einheimischen Vogelsträuchern und Heckenpflanzen bestehen. Die Hainbuche und der der Feld-Ahorn sowie die Salweide als einheimische Vogelschutzgewächse sind zum Beispiel eine gute Wahl, die auch Sichtschutz bieten.

Vorüberlegungen zur Errichtung von Vogelschutzhecke und Vogelschutzgehölz:

  1. Neben der Schutzfunktion sind sie mit ihren Früchten und davor den Blüten und Knospen wichtige „Nahversorger“ für unsere gefiederten Freunde.
  2. Falls genug Platz ist, wird die Hecke durch eher kleinere Bäume ergänzt. Die Vogelbeere oder Eberesche, die Vogel-Kirsche sind schnellwachsend und eignen sich sehr gut. Außerdem werden die Früchte von fast allen einheimischen Vögeln gern verspeist, sie ziehen hunderte Insekten an, die wiederum Teil der Nahrungskette sind.
  3. Durch die Insektenvielfalt sind diese Hecken auch bevorzugte Nist- und Brutplätze.
  4. Exotische Pflanzen und Sträucher wie Koniferen, Zypressen oder Thujen können nur als Versteck-Möglichkeit genutzt werden, da sie nicht Teil des natürlichen Ökosystems am Standort sind.
  5. Es schadet nicht, wenn sich in der Vogelschutzhecke und Vogelschutzgehölz auch Dornen- und Rosensträucher befinden. Sie bieten durch ihre Stacheln wirksamen Schutz vor Angreifern und Frassfeinden, wie vielleicht des Nachbars Katze.

Die Früchte der Vogelschutzhecken

Beeren und Früchte sind oft bis in den Winter hinein eine natürliche Nahrungsgrundlage für die Vögel, die bei uns überwintern. Damit sind sie nicht durchgehend auf die Fütterung durch den Menschen angewiesen.

Was für unsere Vögel gut ist, kann dem Menschen schaden. Fruchttragende Hecken, in denen Buchsbaum, Eiben oder Pfaffenhütchen vorkommen, tragen für den Menschen giftige Früchte. Auch können – je nach Pflanze – Blätter, die Rinde, die Samen oder die Wurzeln Pflanzengifte enthalten.

In dem Fall, wird man sich schon bei der Errichtung der Hecke Gedanken machen:

Stellt sich heraus, dass der Standort in der Form nicht wirklich geeignet ist, sollte man die kritischen Pflanzen durch andere ersetzen. Essbar sind beispielsweise Brombeeren und Haselnüsse. Arzneipflanzen oder Heilkräuter sind ebenso möglich wie Holunder, Sanddorn, Sal-Weide oder Weißdorn.

Vogelschutzhecken und Vogelschutzgehölz im Herbst

Vogelnest in Hecke

Während überall das Laub fein säuberlich in große Säcke gepackt wird, die dann auf dem Kompostplatz landen, sollte das Fall-Laub der Vogelschutzhecke möglichst dort liegen bleiben, wo es zu Boden gefallen ist.

Damit wird nicht nur der Boden gedüngt, sondern auch eine Nahrungsquelle für den Winter angelegt. Vielzählige Insekten, Würmer und allerlei anderes Getier finden sich im modernden Laub.

Äste sollten gar nicht geschnitten werden, denn sie können eine Nahrungsquelle für das Rotkehlchen, den Zaunkönig und andere sein, weil dort viele Insekten nisten.

Natürlich wird man auch auf einen Formschnitt verzichten.

Wenn die Hecke etwas enger gepflanzt ist, dann bietet sie einen dichten und sicheren Schutz für die Vögel.

Vogelschutzhecke richtig anlegen und pflanzen

Vogelschutzhecke und Vogelschutzgehölze pflanzt man – je nachdem wieviel Platz zur Verfügung steht – am besten versetzt. So wird der Raum optimal ausgenutzt. Die Hecke wird schön dicht und bietet optimalen Schutz.

Die hohen Sträucher werden dabei mit einem Abstand von einem Meter gepflanzt, für die etwas Niedrigeren reichen 70 cm aus. Zweireihige Hecken sollten mindestens zwei Meter breit sein, die Länge ist frei wählbar. Ein mögliches Pflanzschema für eine Hecke mit 10 Meter Länge könnte sein:

Hintere Reihe

Vordere Reihe

Unabhängig davon, welche Größe Ihre Hecke schlussendlich hat, sie wird jeden Garten beleben, Sichtschutz bieten, das ganze Jahr ein buntes Farbenspiel aufweisen und für viele Tiere eine sichere Heimat sein. Die Natur wird es Ihnen danken.

Pflanzplan für die Vogelschutzhecke sieht einheimische Heckenpflanzen vor

Dabei ist zu beachten, dass ausschließlich einheimische Heckenpflanzen herangezogen werden sollten. Der wichtigste Grund dafür ist, dass diese für einige Insekten Nahrung darstellen und somit dafür sorgen, dass sich Insekten überhaupt erst dort ansiedeln. Schließlich gilt es zu bedenken, dass ein Großteil der Vogelarten sich von Insekten ernährt.

Hecken, die insektenreich sind, wirken somit anziehend für die Vögel, sodass sich die Tiere dort bevorzugt niederlassen. Sie nisten und brüten dort, wo sie ideale Lebensbedingungen und genügend Nahrung vorfinden. Einige Zier- und Heckenpflanzen, insbesondere die exotischen Exemplare wie Zypressen und Thujen sind deshalb wie bereits angedeutet, nicht optimal geeignet. Ein naturnaher und möglichst ökologischer Garten, sollte deshalb unbedingt über einheimische Vogelschutzgehölze verfügen.

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