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Klimakrise: UNO-Flüchtlingshilfe fordert mehr Schutz und Investitionen

Zum Tag der Umwelt warnt die UNO-Flüchtlingshilfe eindringlich vor den wachsenden Gefahren, die extreme Wetterereignisse für Flüchtlinge und Vertriebene weltweit bedeuten. Die Verknüpfung von Konflikten, Klimakrise und Vertreibung ist heute enger als je zuvor: Drei von vier der weltweit über 122 Millionen Vertriebenen leben in Ländern, die besonders stark von Wetterextremen wie Überschwemmungen, Dürren oder Hitzewellen betroffen sind.

ZENTRALE Überblick

Klimakrise und Vertreibung - eine doppelte Bedrohung

Viele der größten Herkunftsländer von Flüchtlingen, darunter Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar, sind massiv von den Folgen der Klimakrise betroffen. Extreme Wetterereignisse treffen nicht nur die Herkunftsregionen, sondern auch die Zufluchtsorte der Vertriebenen. Die Möglichkeiten, in die Heimat zurückzukehren, schwinden zunehmend, da auch dort Überschwemmungen, Dürren und andere Katastrophen die Lebensgrundlagen zerstören.

Überlebenskampf ohne Schutz und Versorgung

Für Millionen Menschen bedeutet die Klimakrise einen täglichen Überlebenskampf - oft ohne sicheren Schutz, sauberes Wasser oder Zugang zu Gesundheitsversorgung. Besonders in fragilen Staaten sind Flüchtlinge und Vertriebene den Folgen von Wetterextremen schutzlos ausgeliefert. Die UNO-Flüchtlingshilfe betont, dass der Schutz der Schwächsten dringend verstärkt werden muss.

UNHCR-Projekte für klimaresiliente Lösungen

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) arbeitet weltweit an innovativen Lösungen, um Vertriebene besser vor den Folgen der Klimakrise zu schützen:

Investitionen in klimaresistente Infrastruktur zahlen sich aus: Jeder investierte Dollar bringt laut UNHCR in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen einen vierfachen Nutzen. Frühwarnsysteme können die Schäden durch Katastrophen um bis zu 30 Prozent verringern.

Appell für mehr Klimagerechtigkeit und Vorsorge

Die UNO-Flüchtlingshilfe ruft Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dazu auf, die Schutzbedürftigsten nicht allein zu lassen. Es braucht dringend mehr Investitionen in Katastrophenvorsorge, nachhaltige Infrastruktur und klimaresiliente Lösungen - gerade in fragilen Staaten. Nur so lassen sich Klimagerechtigkeit, Sicherheit und Zukunftsperspektiven für Millionen Vertriebene weltweit schaffen.

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